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Ausdruck vom 20.06.2019

Die Libration des Mondes

Der Mond ist rotationsgebunden. Das bedeutet, dass er für eine Umdrehung um seine Achse genauso lange braucht, wie für einen Durchgang von Vollmond zu Vollmond. Er zeigt uns also immer die gleiche Seite.

Verschiedene Einflussfaktoren sorgen jedoch dafür, dass Im Laufe der Zeit 59 Prozent der Mondoberfläche beobachtet werden können. Damit lassen sich in diesem Verlauf besonders Formationen, die auf der Vorderseite und Rand des Mondes liegen, besser beobachten. Weiterhin werden Formationen auf der Rückseite sichtbar.

Mehrere Einflussfaktoren spielen hierbei ein Rolle und sorgen immer wieder für diese besondere Position des Mondes. Die wichtigsten davon möchte ich kurz hier erläutern.

Es können Librationen in selenografischer Länge und Breite zusammen fallen.

Die Abweichung in Selenografischer Länge

Die Bahn des Mondes ist deutlich elliptisch ausgeprägt. In der untenstehenden Grafik kann man dies gut erkennen. Das hat zur Folge, dass der Mond auf dem Weg vom Apogäum (Erdferne) zum Perigäum (Erdnähe) seine Geschwindigkeit auf der Mondbahn beschleunigt. Man spricht davon, dass er „vor läuft“.  Wir bekommen damit kurz nach dem Perigäum (Erdnähe) mehr vom östlichen Rand in der selenografischen Länge zu sehen.

Vom Weg des Perigäum (Erdnähe) zum Apogäum (Erdferne) ist es das Gegenteil. Der Mond verringert seine Bewegung auf der Mondbahn und „läuft nach“. Kurz nach dem Apogäum (Erdferne) bekommen wir mehr vom westlichen Rand in selenografischer Länge zusehen.

Insgesamt kann das in jede Richtung bis zu 7.9 Grad ausmachen!

Die Abweichung in Selenografischer Breite

Die Libration in selenografischer Breite entsteht durch zwei Abweichungen. Zum einem ist die Mondbahn gegen die Ekliptik um 5 Grad geneigt. Der zweite Einflussfaktor ist die Neigung des Mondes von 1,3 Grad gegenüber seiner eigenen Achse.

Damit kann man in jede Richtung 6,7 Grad  der Rückseite des Mondes sehen.

Den Schnittpunkt zwischen Ekliptik und Mondbahn nennt man Mondknoten. In Laufrichtung des Mondes auf seiner Mondbahn spricht man absteigenden Mondknoten (der Mond befindet sich unterhalb der Ekliptikfläche) oder aufsteigenden Mondknoten (der Mond befindet sich oberhalb der Ekliptikfläche).

Vom absteigenden zum aufsteigenden Knoten sehen wir mehr vom nördlichen Mondpol, vom aufsteigenden zum absteigenden Knoten mehr vom südlichen Mondpol.

Für die selenografische Breite ist es wichtig, die geografischen Koordinaten des Beobachters auf der Erdoberfläche zu berücksichtigen. Diese kann bis zu 1 Grad betragen.

Darstellung der Libration im Laufe eines Monats von der Erde aus gesehen

Die folgende Darstellung zeigt sehr schön die Libration und die unterschiedlichen Entfernungen des Mondes im April 2007 von der Erde aus gesehen.

Bildnachweis:

Entnommen von Wikipedia

Darstellung des Mondes auf seiner täglichen Bahn

Im nachfolgenden Video kann den Mond auf seinem täglichen Lauf verfolgen. Entfernt sich der Mond von der Erde, wird er langsamer, nähert er sich der Erde an, erhöht sich seine Bahngeschwindigkeit.

Kommende Librationen im Überblick


Mittwoch, 26. Juni 2019

Mond in größter nördlicher Libration am 26.06.2019

Am 26.06.2019 befindet sich der Erdmond um 15.55 Uhr (MESZ) in seiner größten nördlichen Libration mit 6,84 Grad. Dadurch hat man die Möglichkeit, einen kleinen Teil des normalerweise auf der Rückseite befindlichen Mondes zu sehen.

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Samstag, 29. Juni 2019

Mond in größter westlicher Libration am 29.06.2019

Am 29.06.2019 befindet sich der Erdmond um 9.46 Uhr (MESZ) in seiner größten westlichen Libration mit 5,62 Grad. Dadurch hat man die Möglichkeit, einen kleinen Teil des normalerweise auf der Rückseite befindlichen Mondes zu sehen. Das Librationsgebiet befindet sich dabei westlich des Krater Grimaldi.

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Dienstag, 09. Juli 2019

Mond in größter südlicher Libration am 09.07.2019

Am 09.07.2019 befindet sich der Erdmond um 13.57 Uhr (MESZ) in seiner größten südlichen Libration mit -6,8 Grad. Dadurch hat man die Möglichkeit, einen kleinen Teil des normalerweise auf der Rückseite befindlichen Mondes zu sehen.

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Freitag, 12. Juli 2019

Mond in größter östlichen Libration am 12.07.2019

Am 12.07.2019 befindet sich der Erdmond um 13.55 Uhr (MESZ) in seiner größten östlichen Libration mit -5,16 Grad. Dadurch hat man die Möglichkeit, einen kleinen Teil des normalerweise auf der Rückseite befindlichen Mondes zu sehen. Das Librationsgebiet befindt sich östlich des bekannten Mare Crisium, im deutschen als Meer der Gefahren bekannt.

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Dienstag, 23. Juli 2019

Mond in größter nördlicher Libration am 23.07.2019

Am 23.07.2019 befindet sich der Erdmond um 22.45 Uhr (MESZ) in seiner größten nördlichen Libration mit 4,85 Grad. Dadurch hat man die Möglichkeit, einen kleinen Teil des normalerweise auf der Rückseite befindlichen Mondes zu sehen.

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Samstag, 27. Juli 2019

Mond in größter westlicher Libration am 27.07.2019

Am 27.07.2019 befindet sich der Erdmond um 12.31 Uhr (MESZ) in seiner größten westlichen Libration mit 4,86 Grad. Dadurch hat man die Möglichkeit, einen kleinen Teil des normalerweise auf der Rückseite befindlichen Mondes zu sehen. Das Librationsgebiet befindet sich dabei westlich des Krater Grimaldi.

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Montag, 05. August 2019

Mond in größter südlicher Libration am 05.08.2019

Am 05.08.2019 befindet sich der Erdmond um 19.35 Uhr (MESZ) in seiner größten südlichen Libration mit -6,75 Grad. Dadurch hat man die Möglichkeit, einen kleinen Teil des normalerweise auf der Rückseite befindlichen Mondes zu sehen.

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Donnerstag, 08. August 2019

Mond in größter östlichen Libration am 08.08.2019

Am 08.08.2019 befindet sich der Erdmond um 21.36 Uhr (MESZ) in seiner größten östlichen Libration mit -4,98 Grad. Dadurch hat man die Möglichkeit, einen kleinen Teil des normalerweise auf der Rückseite befindlichen Mondes zu sehen. Das Librationsgebiet befindt sich östlich des bekannten Mare Crisium, im deutschen als Meer der Gefahren bekannt.

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Dienstag, 20. August 2019

Mond in größter nördlicher Libration am 20.08.2019

Am 20.08.2019 befindet sich der Erdmond um 3.39 Uhr (MESZ) in seiner größten nördlichen Libration mit 6,73 Grad. Dadurch hat man die Möglichkeit, einen kleinen Teil des normalerweise auf der Rückseite befindlichen Mondes zu sehen.

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Samstag, 24. August 2019

Mond in größter westlicher Libration am 24.08.2019

Am 24.08.2019 befindet sich der Erdmond um 19.45 Uhr (MESZ) in seiner größten westlichen Libration mit 3,54 Grad. Dadurch hat man die Möglichkeit, einen kleinen Teil des normalerweise auf der Rückseite befindlichen Mondes zu sehen. Das Librationsgebiet befindet sich dabei westlich des Krater Grimaldi.

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