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Objektinformation zu einer Mondformation

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Mare Orientale (Ostmeer)

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Art der FormationMeer
Durchmesser / Länge294.16 Kilometer
NamensgebungOstmeer
Benannt seit1964

Sichtbarkeit der Mondformation

Vorderseite oder Rückseite des MondesVorder- und Rückseite
Librationsgebietin West (mindestens -4.7°)
Sichtbarkeit am Himmel
Vom 26.08.  19.30 Uhr bis 27.08.   05.00 Uhr
Vom 27.08.  20.00 Uhr bis 28.08.   05.00 Uhr
Vom 28.08.  20.30 Uhr bis 29.08.   05.00 Uhr
Vom 29.08.  20.30 Uhr bis 30.08.   05.00 Uhr
Vom 30.08.  21.00 Uhr bis 31.08.   05.00 Uhr
Beste Beobachtungszeit
Vom 27.08.  03.00 Uhr bis 27.08.   05.00 Uhr
Vom 27.08.  20.00 Uhr bis 28.08.   05.30 Uhr
Hinweis! Die Angaben zur "Sichtbarkeit am Himmel" und "Beste Beobachtungszeit" sind für die geogr. Koordinaten 10° ö. Länge und 50º n. Breite gerechnet. Die Libration wird berücksichtigt. Es wird ein Zeitraum von 30 Tagen mit den nächsten 5 Sichtbarkeiten angezeigt.
In Zukunft gibt es eine interaktive Berechnung unter Hinzuziehung der eigenen geografischen Koordinaten und dem sichtbaren Himmelsausschnitt.

Lunar Astronautical Chart (LAC) series

Die Lunar Astronautical Chart (LAC) Serie unterteilt den Mond in 144 Vierecke (36 Mercator, 106 Lambert Conformal und 2 Polar Stereographic Vierecke). Das LAC-Format wurde für diesen Kartensatz gewählt, da die LAC-Diagramme weit verbreitet waren und verwendet wurden. Diese sind Online im Lunar and Planetary Institute verfügbar. Die relativ kleinen Oberflächen jedes Diagramms bietet eine Dateigröße, die einfach heruntergeladen werden kann und gleichzeitig genug Details zur Darstellung der Nomenklatur bietet.
Die LARC (Lonary Reconnaissance Orbiter Camera) Weitwinkelkamera (WAC) Globale morphologische Karte (100 Meter pro Pixel) wird als Basis für diese Kartenserie verwendet.

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Beschreibung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia

Das Mare Orientale (deutsch: östliches Meer) ist ein Mare des Erdmondes. Es ist der lavagefüllte Zentralbereich einer kreisförmigen Tiefebene. Das Mare befindet sich entgegen seinem Namen im äußersten Westen, auf der Rückseite des Mondes, an der Grenze zur Vorderseite. Daher ist es von der Erde aus nur bei extremer Libration zu sehen. Fotos von Mondorbitern zeigen eine riesige, 4-fach umgebende Ringstruktur von 300 bis 1000 km im Durchmesser, deren mittlere Ringe von zwei kreisförmigen, bis zu 5 km hohen Gebirgsketten gebildet werden. Das große Becken mit dem lavaüberfluteten Mittelteil ist nach dem Südpol-Aitken-Becken und dem Mare Imbrium das drittgrößte Einschlagbecken des Mondes.

Das Zentrum des Mare Orientale hat die selenografischen Koordinaten 19,4° Süd und 92,8° West. Sein Name stammt noch aus der Zeit vor der Raumfahrt, als man die Ost- und Westrichtung in astronomischer Sicht von der Erde auf die Mondoberfläche übertragen hatte.

Abschluss des „Großen Bombardements“
Das Ostmeer ist selenologisch das jüngste Mare des Mondes und vor 3,85 Mrd. Jahren am Ende des großen Bombardements entstanden. Im Gegensatz zu anderen Maria ist es nur teilweise mit Basalten nach dem Einschlag des Asteroiden geflutet worden, weil die Mondkruste dort dicker ist. Daher sind noch relativ viele der ursprünglichen Einschlagstrukturen zu erkennen. Die dunkle, glatte Mare-Ebene im Mittelteil misst im Durchmesser etwa 300 km und ist von drei konzentrischen Ringstrukturen umgeben, die denen ähneln, wenn man einen Stein ins Wasser wirft. Der Durchmesser des äußeren Ringwalls beträgt etwa 950 km. Sein östlicher Teil wird von den Montes Cordillera gebildet und ist am Mondrand noch sichtbar, manchmal auch das nächstinnere Ringgebirge der Montes Rook.

Die gut erhaltene Ringstruktur wird nur von auffallend wenigen jüngeren Kratern durchbrochen, von denen die drei größten – Lovell, Maunder und Shaler – 120 bis 140 km messen. An den äußeren Nordostrand schließt direkt der 180 km große Krater Schlüter an. Zwischen den Gebirgsringen Cordillera und Rook haben sich zwei schmale Lava„seen“ gebildet, denen man die Namen Lacus Veris und Lacus Autumni gab.

Mascon und Schwerefeld
Unter dem Mare Orientale konnten schon die ersten Mondorbiter starke Bahnstörungen feststellen, die von einem großen Mascon unter der Lavadecke verursacht werden. Nach dem großen Einschlag bildete die Mondkruste ein neues Gleichgewicht aus, in das aber später – nach der Erstarrung – schwereres Magma aufstieg. Hingegen haben die durch Schockwellen entstandenen konzentrischen Ringgebirge (blauer Ring am rechten Bildrand) stark negative Schwereanomalien, weil sie offenbar tiefer in den Mondmantel ragen (Isostasie).
WikipediaDieser Text basiert auf dem Artikel Mare Orientale aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Beobachtungstipps

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Mittig der Formation

Selenografische Länge94 ° 40 '   West
Selenografische Breite19 ° 52 '   Süd

Maximale Ausdehnung der Formation

östlichste Selenografische Länge89 ° 44 '   West
westlichste Selenografische Länge99 ° 50 '   West
nördlichste Selenografische Breite15 ° 13 '   Süd
südlichste Selenografische Breite24 ° 23 '   Süd
Ausdehnung der Formation in Karte anzeigen

Aktuelle Monddaten am 15. August 2018 um 07:13 Uhr (Zeitzone +2 h)

Colognitude323.18°
Morgenterminator36.82°
Abendterminator-143.18°
Libration in Länge7.4 °
Libration in Breite-5.7 °
Höhe des Mondes-40 °

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