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Mondalter: 3. und 16. Tag

Der sehr junge Mond offenbart noch nicht viele Details, aber achten Sie einmal auf seine dunkle Seite: Sie ist vor allem im Teleskop oder im Fernglas deutlich zu erkennen. Der Mond steht jetzt noch zwischen Sonne und Erde, ein Beobachter auf dem Mond würde also eine fast volle Erde sehen: Viermal größer als der Mond für uns, und dank ihrer weißen Wolken um ein vielfaches heller. Daher sehen wir dem Mond im Erdschein: Das von der Erde reflektierte Licht ist hell genug, um seine dunkle Seite zu beleuchten. Dieser Effekt wird auch aschgraues Mondlicht genannt.

Auf unserem Trabanten selbst ist noch nicht viel zu erkennen, aber achten Sie einmal auf das Mare Crisium. Dieses „Meer der Gefahren“ liegt nahe am Mondrand. Wenn Sie es regelmäßig beobachten, können Sie erkennen, dass der Abstand nicht immer der selbe ist. Das ist der Effekt der Libration, zum rechten Zeitpunkt erblicken Sie hier ansonsten verborgene Regionen unseres Begleiters.

Das Meer der Krisen erscheint kreisrund, allerdings ist das ein perspektivischer Effekt: Es ist 570 mal 620 Kilometer groß, durch die Krümmung der Mondoberfläche erscheint es jedoch rund. Die Kraterwälle, die es umgeben, sind etwa drei Kilometer hoch. Achten Sie einmal auf den Boden des Meeres. In der Nähe der Randwälle gibt es einige „Geisterkrater“: Die Überreste von Kratern, die bei der Entstehung des Meeres von Lava überflutet wurden. Die jüngeren Krater im Inneren des Meeres sind besser zu sehen. Am auffälligsten ist der zwanzig Kilometer große Picard im Westteil des Meeres. Nördlich schließt der 125 Kilometer große Krater Cleomedes an das Mare Crisium an. Weiter im Süden finden Sie den ähnlich ausgedehnten Krater Langrenus am Rand des erst teilweise sichtbaren Mare Fecunditatis.

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