QR-Code
 
 

Mondalter: 10. und 23. Tag

Der Mond wird immer voller und offenbart am Terminator immer weniger auffällige Strukturen. Im Nordosten des Regenmeers Mare Imbrium ?nden Sie nun die Regenbogenbucht Sinus Iridum, die vom Jura-Gebirge umrandet wird. Nun können Sie besser sehen, dass das Regenmeer von Gebirgen umgrenzt ist – ein deutlicher Hinweis auf seinen Ursprung bei einem Meteoriteneinschlag. Der 400 Kilometer große Halbkrater der Regenbogenbucht ist wahrscheinlich noch älter das Regenmeer und wurde bei der Entstehung dieses Meeres mit Lava über?utet. In der Mitte des Jura-Gebirges liegt der Krater Bianchini. Er ist dreitausend Meter tief und hat einen Durchmesser von vierzig Kilometern.

Weiter im Süden, etwa auf der selben Höhe wie Copernicus, aber viel näher am Terminator, können Sie nach Kepler Ausschau halten. Der Krater ist nur 35 Kilometer groß und liegt in einer unruhigen Hochebene. Die Ringwälle erheben sich rund tausend Meter über die Umgebung, um dann zum Kraterboden um 2800 Meter abzufallen. Kepler an sich ist kein besonders großer oder auffälliger Krater, allerdings liegt auch er im Zentrum eines ausgedehnten Strahlensystems. In der Ebene im Osten liegen zahlreiche Dome, die allerdings nur in einem leistungsstarken Teleskop zu sehen sind – und auch dann nur, wenn sie lange Schatten werfen. Diese Dome sind wohl die einzigen Zeugen von Vulkanismus auf unserem Erdtrabant.

Download zum Thema: