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28.10.2020
Copyright: www.Der-Mond.org (Stefan van Ree)

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Kleiner Mondatlas für das Fernglas

Eine kleine Zusammenstellung von Alexander Kerste aus seinem Buch Astronomie mit dem Fernglas

Um Oberflächendetails auf dem Mond zu beobachten, sollten Sie Ihr Fernglas auf ein Stativ stellen, nur dann sind auch etwas kleinere Krater zu erkennen. Am auffälligsten sind die Mondmeere. Es handelt sich um ausgedehnte Tiefebenen, die mit Lava überflutet sind. Die letzten Lavaausbrüche ereigneten sich vor etwa einer Milliarde Jahre, daher gibt es hier viel weniger Krater als auf den viermal älteren Hochebenen.

Bei den Kratern handelt es sich um Einschlagskrater von Meteoriten. Da auf dem Mond keine Erosion durch Wind oder Wasser vorkommt, bleiben auch kleinste Krater erhalten. In vielen der größeren, zum Teil mehr als hundert Kilometer durchmessenden Kratern befinden sich Zentralberge, die bei dem Einschlag entstanden sind. Ausgehend von einigen Kratern finden sich auch helle Strahlensysteme. Bergketten, Täler und Rillen sowie Kraterketten runden das Bild ab.

Auf der Mondkarte in diesem Kapitel sind einige der auffallendsten oder interessantesten Merkmale markiert, die im folgenden näher beschrieben werden. Großbuchstaben bezeichnen die Mondmeere, die Krater sind durchnummeriert und andere Formationen sind mit Buchstaben gekennzeichnet.

Auf dem Mond, wie wir ihn am Himmel sehen, ist Norden oben und Westen links. Diese Verteilung der Himmelsrichtungen wurde 1961 von der Internationalen Astronomischen Union festgelegt.

Mondmeere und Ozeane

Die Meere und Hochebenen sind vielmehr Zeugen der Vergangenheit unseres Nachbarn im All. In der Frühzeit des Sonnensystems vor vier bis viereinhalb Milliarden waren die jungen Planeten und Monde noch einem heftigen Meteoritenbombardement ausgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt war der Mond auch noch nicht vollständig erkaltet, sondern hatte - genau wie unsere Erde noch heute - einen Kern aus glutflüssiger Lava. Die mehrere hundert Kilometer durchmessenden Meere sind die Überreste gigantischer Einschlagskrater aus dieser Zeit. Solche Becken finden sich sowohl auf der uns zugewandten Seite des Monds wie auch auf seiner abgewandten Seite.

Gerade diese Formationen lassen sich bereits mit dem bloßem Auge oder Fernglas gut beobachten.

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Mondkrater

Die meisten größeren Krater sind über 3,2 Milliarden Jahre alt, es gibt aber auch auffällige jüngere Krater: Copernicus entstand vor 850 Millionen Jahren, Kepler vor 790, Aristarch vor 150 und Tycho sogar vor nur 96 Millionen Jahren. Im Teleskop sind Krater mit nur wenigen Kilometern Durchmesser sichtbar. Insgesamt sind allein auf der erdzugewandten Mondhälfte über 300.000 Krater mit mehr als einem Kilometer Durchmesser bekannt.

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Zwischen Alpen und Wänden

Nicht nur Krater und Ozeane sind eine Beobachtung Wert. Erkunden Sie weitere, besondere Mondformationen auf dem Mond.

Wussten Sie, dass es auf dem Mond das Alpental gibt, oder tiefe Rinnen und steile Wände?

Dann sollten Sie eine Fernglastour "Zwischen Alpen und Wände" unternehmen!

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