Krater

Ein Beitrag von Alexander Kerste aus seinem Buch Astronomie mit dem Fernglas

1) ARCHIMEDES

Archimedes ist ein 83 km großer Krater mit einem flachen, vollständig von Lava überfluteten Boden. Er hat einen sehr schmalen Wall, der etwa 2000 Meter hoch ist. Der Krater enthält keinen Zentralberg.Mehr zur

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2) ARISTOTELES

Da dieser 87 km große Krater hoch im Norden des Mondes liegt, sehen wir schräg in ihn hinein. In seiner Mitte befinden sich statt eines Zentralberges zwei rund 500 m hohe Hügel. Von den 3600 m hohen Wällen gehen mehrere Bergketten sowie ein kleines Strahlensystem aus. Es ist wohl bei dem Einschlag entstanden, als flüssiges Gestein aufspritze und sich rund um den Krater verteilte.

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3) ARISTARCHUS

Obwohl er nur 40 km groß ist, ist Aristarchus gut zu erkennen, da er im Zentrum eines Strahlensystems steht. Außerdem ist er der hellste Krater auf dem Mond, was die Beobachtung erleichtert. Mit 450 Millionen Jahren ist er recht jung. Seine Wälle erheben sich 3000 m über den Kraterboden, der Zentralberg nur 500 m.

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4) ARISTILLUS

Mit seinem 900 m hohen, zerklüfteten Zentralberg, den flach ansteigenden, terrassierten Wällen und einem kleinen Strahlensystem entspricht dieser 55 km große Krater im Osten des Mare Imbrium sehr gut dem Idealbild eines Einschlagskraters.

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5) ATLAS

Der 87 km große Atlas bildet mit dem westlich gelegenen Krater Hercules (70 km Durchmesser) ein schönes Paar. Im Zentrum von Atlas befindet sich kleines Zentralmassiv mit mehreren Spitzen. Hercules hat einen recht dunklen Boden und deutliche Wälle. Ein jüngerer und nur 14 km großer Krater befindet sich in seinem Zentrum.

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6) BULLIALDUS

Der nur 60 km große Krater lässt sich gut von dem dunklen Hintergrund des Mare Nubium unterscheiden, da er sehr hell ist. Sein etwa 2000 m hoher Zentralberg besteht aus mehreren Gipfeln.

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7) CLEOMEDES

Die Wälle dieses 126 km großen Kraters erheben sich fast 5000 m über den teilweise mit Lava überfluteten und daher sehr ebenen Kraterboden. Im Westen wird sein Ringwall durch den 43 km großen Krater Tralles unterbrochen, der in späterer Zeit entstanden ist.

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8) COPERNICUS

Vor 810 Millionen Jahren entstand dieser Krater mit seinem 4000 m hohen Ringwall und dem leicht sichtbaren, 1200 m hohen Zentralberg. Die Dreiteilung des Gipfels lässt sich im Fernglas aber nicht erkennen. Das Strahlensystem, das von Copernicus ausgeht, lässt sich über mehr als 300 km verfolgen, der Krater selbst hat einen Durchmesser von 93 km.

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9) DESLANDRES

Mitten im Strahlensystem des südlich gelegenen Tycho und am Rand des Mare Nubium liegt dieser 234 km große, teilweise erodierte Krater, der als sehr flacher Fleck erscheint.

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Mitten im Strahlensystem des südlich gelegenen Tycho und am Rand des Mare Nubium liegt dieser 234 km große, teilweise erodierte Krater, der als sehr flacher Fleck erscheint.

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10) ENDYMION

Dieser über 120 km große Krater befindet sich zwischen dem Mondrand und dem Mare Frigoris. Sein dunkler, lavaüberfluteter Boden hebt sich deutlich von der Umgebung ab, von der er durch fast 5 km hohe Wälle getrennt wird.

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11) ERATOSTHENES

Eratosthenes ist ein auffälliger, 58 km großer Krater zwischen Copernicus und den Apenninen. Er liegt zwischen zwei Bergketten, die im Nordwesten des Kraters rechtwinklig aufeinander treffen. Der Zentralberg ist mit 2000 m nur halb so hoch wie die Ringwälle, die den Krater umgeben.

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12) EUDOXUS

Eudoxus ist ein zerfallener, 67 km großer Krater, der in einer sehr hügeligen Region liegt. Er hat sehr steile und unregelmäßige Wälle. Eudoxus befindet sich 80 km südlich des etwas größeren Kraters Aristoteles zwischen dem Mare Frigoris und dem Mare Serenitatis.

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13) FRACASTORIUS

Was wir heute als 124 km große Bucht am Südufer des Mare Nectaris sehen, war einst ein eigenständiger Krater, der mit Lava überflutet wurde, als das Meer entstand. Nur noch ein paar kleine Hügel sind von dem ehemaligen Zentralberg zu erkennen. Die Lavaschicht, die den Kraterboden bedeckt, ist daher wohl rund 1000 m dick.

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14) GASSENDI

Bei günstiger Beleuchtung kann man den etwa 1000 m hohen Zentralberg dieses Kraters bereits ab etwa zehnfacher Vergrößerung erkennen. Gassendi befindet sich am Rand des Mare Humorum und hat einen Durchmesser von 100 km.

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15) GRIMALDI

Der Boden dieses Kraters ist mit dunkler Lava gefüllt und daher noch dunkler als die Mondmeere. Der Krater wird von einem sehr flachen Wall umgeben und befindet sich nahe des Mondrandes. Durch die Krümmung der Mondoberfläche erscheint er deutlich zur Ellipse verzerrt. In Wirklichkeit ist der 172 km große Grimaldi annähernd kreisrund.

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16) KEPLER

Dieser nur 32 km große Krater befindet sich mitten im Oceanus Procellarum und ist von einem Strahlensystem umgeben, das schon mit dem bloßen Auge erspäht werden kann. Seine Wälle sind 2800 m hoch, statt eines auffälligen Zentralberges besitzt er lediglich eine leichte Erhebung in seinem Zentrum.

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17) LANGRENUS

Dieser helle Krater befindet sich im Zentrum eines Strahlensystems. Mit dem Sonnenstand nimmt auch die Helligkeit des 132 km großen Kraters zu. In seinem Zentrum befinden sich gleich zwei jeweils 1000 m hohe Zentralberge, die Kraterwälle erheben sich 2600 m über den Boden.

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18) PLATO

Der auffällige Krater am Nordrand des Mare Imbrium hat einen Durchmesser von 100 km. Er wurde ebenso wie das Mare Imbrium von Lava überflutet und ist durch seinen dunklen Boden gut zu erkennen. Die Wälle erheben sich 1000 bis 2000 m über den Grund und werfen bei niedrigem Sonnenstand lange und eindrucksvolle Schatten.

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19) POSIDONIUS

Am Rand des Mare Serenitatis können Sie diesen fast 100 km großen Krater finden, der teilweise mit Lava gefüllt ist und daher einen dunklen Boden hat.

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20) TARUNTIUS

Der nur 60 km große Krater Taruntius liegt zwischen dem Meer der Fruchtbarkeit und dem Meer der Ruhe. Er hebt sich deutlich von den umgebenden Lavaebenen ab.

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21) THEOPHILUS

Der 100 km große Krater am Nordwestwand des Nektarmeeres ist der jüngste der Kraterkette, zu der auch Cyrillus und Catharina gehören. Seine Kraterwälle erheben sich etwa 1200 m über die Umgebung und sogar 5000 m über den Kraterboden. Das Zentralgebirge ragt immerhin 2000 m über den Kraterboden und durchmisst 30 km.

Theophilus überlagert im Süden teilweise den älteren Krater Cyrillus, dessen 3500 m hohen Kraterwälle außerdem durch einen weiteren, 17 km großen Krater eingedrückt werden. Im Zentrum des 93 km großen Cyrillus ist der Zentralberg noch erhalten.

Südlich von Cyrillus schließt mit Catharina der älteste Krater dieser markanten kleinen Kraterkette an. Der 97 km große Krater hat einen recht glatten, 3000 m hohen Wall. Vor allem der Westteil des Kraters ist von kleineren Kratern und Hügeln durchzogen.

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22) TYCHO

Im Zentrum eines auffälligen und ausgedehnten Strahlensystems liegt dieser 85 km große Krater, der zu den jüngsten Mondkratern gehört. Er entstand beim Einschlag eines etwa 10 km großen Meteoriten vor etwa 109 Millionen Jahren. Das Strahlensystem besteht aus Gestein, das bei dem Einschlag ausgeworfen wurde, und reicht bis in 1500 km Entfernung. Die Kraterwälle sind bis zu 4800 m hoch.

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