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Kurzübersicht

  • Ein Blick auf den Mond

    Kein Objekt wirkt beim ersten Blick durch ein Teleskop so beeindruckend wie unser Mond. Schon ein kleines Fernrohr zeigt unzählige Krater, und die Mondmeere lassen sich sogar mit dem bloßen Auge beobachten. Anders als bei lichtschwachen Gasnebeln oder Galaxien brauchen Sie hier keine große Beobachtungserfahrung, um etwas zu erkennen, und im Teleskop wirkt unser Erdtrabant häufig noch plastischer und beeindruckender als auf Fotografien.

  • Mit bloßem Auge

    Ohne Teleskop offenbart der Mond überraschend wenige Details. Sogar im Fernglas sind nur seine größten Krater und deren Strahlen gut zu sehen, lediglich seine hellen Hochländer und dunklen Tiefeben sind auch mit bloßem Auge problemlos zu unterscheiden. Sie bilden mit wenig Fantasie das Gesicht des Mann im Mond.

    Diese Detailarmut verblüfft jedoch nur, da der helle Mond am Nachthimmel größer erscheint, als er in Wirklichkeit ist. Probieren Sie es einmal selbst aus: Die können den Mond problemlos mit dem Daumen Ihrer ausgestreckten Hand verbergen, sogar zweimal!

  • Mit dem Fernglas

    Die Größe des Mondes wird häufig überschätzt, da er sehr hell erscheint. Mit einem Durchmesser von einem halben Grad, was nicht einmal der Dicke eines Daumens entspricht, wenn man den Arm ausstreckt, ist er dennoch recht klein. Außer den Mondmeeren können Sie mit bloßem Auge nur wenig auf seiner Oberfläche erkennen, mit steigender Vergrößerung offenbart er immer mehr Krater, Schluchten und Wälle. Auch mit einem nur schwach vergrößernden Fernglas ist bereits einiges zu erkennen, obwohl der Mond selbst bei zehnfacher Vergrößerung noch recht klein erscheint.

  • Kleiner Mondatlas fürs Fernglas

    Um Oberflächendetails auf dem Mond zu beobachten, sollten Sie Ihr Fernglas auf ein Stativ stellen, nur dann sind auch etwas kleinere Krater zu erkennen. Am auffälligsten sind die Mondmeere. Es handelt sich um ausgedehnte Tiefebenen, die mit Lava überflutet sind. Die letzten Lavaausbrüche ereigneten sich vor etwa einer Milliarde Jahre, daher gibt es hier viel weniger Krater als auf den viermal älteren Hochebenen.

  • Geräte und Standort

    Im Prinzip können Sie den Mond mit jedem Teleskop beobachten. Allerdings gehört er zu den wenigen Objekten, bei denen sich höhere Vergrößerung wirklich lohnt, daher sind einige Geräte besser geeignet als andere. Noch vor zwanzig Jahren war es einfach, da damals die Faustregel galt, dass Linsenteleskope für die Objekte des Sonnensystems besser geeignet sind und Spiegelteleskope für Deep-Sky-Objekte die erste Wahl sind. Mit der breiten Auswahl an Teleskopen, die heute verfügbar sind, lässt sich das leider nicht mehr so pauschalisieren.

  • Mondlandschaften

    Schon mit bloßem Auge ist deutlich zu sehen, dass der Mond keine einheitliche Oberfläche hat: Helle und dunkle Regionen wechseln sich ab. Schon früh erhielten die hellen Bereiche die Bezeichnung Terra (Festland, Plural "Terrae") und die dunklen Regionen die Bezeichnung Mare (Meer, Plural "Maria"). Auch wenn die Idee eines bewohnten Erdtrabanten ihren Reiz hat (1835 zum Beispiel erschien in der New Yorker Tageszeitung "The Sun" eine frei erfundene Serie über John Herschel, der angeblich Kornfelder, Gebäude und sogar Mondbewohner beobachtet hätte): Schon seit der Zeit Galileis ist bekannt, dass der Mond keine Atmosphäre hat und es dort somit auch kein offenes Wasser geben kann.

  • Vulkane und TLPs

    Von gelegentlichen Mondbeben abgesehen ist der unser Erdtrabant heute geologisch tot, und auch in der fernen Vergangenheit spielten Vulkane keine große Rolle im Vergleich mit Meteoriteneinschläge (es sei denn, man rechnet die Lavaaustritte, die die Mondmeere und -rillen verursachten, zu den Vulkanen statt allgemein zu Vulkanismus). Dennoch gibt es einige schwer beobachtbare Strukturen, die wahrscheinlich auf Vulkane zurückgehen. Der Begriff "Dom" stammt eigentlich von dem englischen "Dome", also Kuppel. Er bezeichnet runde, bis zu 1000 Meter hohe Hügel, an deren Spitze es gelegentlich eine Öffnung gibt. Die könnten erloschene Vulkane sein, oder zumindest vulkanische Schilde, wenn es an ihrer Spitze keinen Krater gibt. Sie zeigen jedoch keine sichtbaren Lavaströme und sind höchstwahrscheinlich sehr alt. Da diese Strukturen nur mehrere hundert Meter groß sind, sind sie nur in größeren Teleskopen zu erspähen, ohne dabei auffällig zu sein.

  • Sightseeing-Tour

    Begleiten Sie uns auf einer Sightseeing-Tour über die Mondoberfläche. Tag für Tag offenbart der Mond mehr Objekte. Begleiten Sie uns in visuell (Text und Video) und hörbar (mp3) auf einer Tour über den Mond!

  • Ansicht des Sternenhimmel
  • Mondbeobachtungsprotokoll

    Ein Beobachtungsprotokoll in der Astronomie dient dazu, Beobachtungen im Laufe einer Nacht zu dokumentieren.

    Dabei müssen sich Beobachtungsprotokolle nicht auf die Beobachtung von Himmelsobjekten beziehen. Besondere Ereignisse sind eine willkommene Einladung, die Beobachtung in Schrift und Bild festhalten.

    Die Dokumentation hat einen positiven Effekt: Die Beobachtung erfolgt wesentlich detaillierter.

  • Beobachtung Mondfinsternis

    Für die Beobachtung einer Mondfinsternis braucht man nicht so strenge Kriterien wie zum Beispiel für die Beobachtung des Sternenhimmels oder der Milchstraße.

    Trotzdem gibt es ein paar kleine Punkte, die Sie beachten sollten, um nicht bei dem Ereignis in Stress zu geraten weil vielleicht doch der Beobachtungsplatz sich im nach hinein als nicht besonders geeignet herausstellt.

  • Beobachtung des Hesiodus-Strahl

    Eines der bekanntesten und schönsten Ereignisse mit dem Spiel von Licht und Schatten auf der Mondoberfläche  ist der Hesiodus-Strahl. Zwei Tage nach dem ersten Viertel ist dieses besondere Schauspiel in Form eines Lichtstrahls im Krater Hediodus zu einem bestimmten Zeitpunkt zu bewundern.

    Der Lichtstrahl entsteht durch eine Lücke in den Wällen des Krater Hesiodus und dem daran grenzenden Krater Pitatus.

  • Beobachtung des Goldenen Henkel

    Während die Tiefebenen des Sinus Iridum (Tal der Regenbogenbucht) im Schatten liegen, werden die Bergspitzen und Umrandungen des Juragebirges (Montes Jura) von der Sonne angestrahlt. 

    Die Bergspitzen des Juragebirges haben ein Höhe von 6 Kilometer und liegen halbkreisförmig am westlichen Rand der Regenbogenbucht (Sinus Iridum). Die Ausdehnung des Juragebirges erstreckt sich über eine Länge von 420 Kilometer.

  • Beobachtung Lunar X und Lunar V

    Für wenige Stunden ist auf dem Mondterminator zwischen der Tag-und-Nacht-Grenze an der nördlichen Kraterwand des Kraters Werner die Form eines X auf dunklem Grund zu erkennen. Diese X-Förmige Struktur entsteht durch den Einfall des Sonnenlichtes in einem bestimmten Winkel auf der Mondoberfläche.

  • Beobachtung des Barrow-Strahl

    Das Sonnenlicht fällt an der Tag- und Nacht-Grenze des Mondes im flachen Winkel über die Ebene des Kraters Meton.

    Am Übergang des Nebenkrater Meton F zum dem Krater Barrow fällt ein Sonnenlichtstrahl durch die zerklüftete Kraterwand auf den Kraterboden von Barrow.

    Der Sonnenlichtstrahl trifft auf die gegenüberliegende Kraterwand von Barrow.

    Innerhalb von einer Stunde weitet sich der Lichtstrahl auf und beleuchtet die westliche Kraterwandes Krater Barrow.

  • Video "Unser Erdmond"

    In unserem Film werden die Begrifflichkeiten der sichtbaren Formation wie z.B. Krater, Gebirge usw. erklärt. Mit einer visuellen Sightseeingtour von Mondtag zu Mondtag zeigt der Film die interessantesten Objekte auf dem Mond.

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