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Sichtbarkeit des Das Mond-Quincunx

Der Mond befindet sich um 2.00 Uhr (MEZ) gerade mal 7 Grad über dem Horizont.

Sehr schöne Fotografie des Mond-Quincunx von Martina Gutekunst (Sternwarte Eberfing)

Das Mond-Quincunx befindet sich innerhalb des rot markierte Bereiches im Ausläufer des Montes-Carpatus-Gebirgszugs. Karte LROC / NASA

Neben den bekannten Sonnenstrahlereignissen, zu denen z.B. "Der Goldene Henkel" oder Hesiodus-Strahlgehören, gibt es weitere Ereignisse die tlw.durch Amateurastronomen entdeckt wurden. Zu dieser Kategorie gehört das Mond-Quincunx nördlich des Kraters Kopernikus.

Das Mond-Quincunx ist in der Nähe des Kraters Gay Lussac zu finden. Der Hauptkrater ist ein sogenannter Einschlagkrater, dessen Durchmesser gerade mal 25 Kilometer mißt.  Er besitzt kein Zentralberg.

Der Krater gehört zu den Ausläufern des Montes-Carpatus-Gebirgszugs, die für dieses Lichtspiel verantwortlich sind.

Im Südwesten erstreckt sich die gleichnamige Rille Rima Gay-Lussac. Die nahezu geradlinig verlaufende Rille endet an beiden Seiten in Kurven. Insgesamt erstreckt sich die Rille über 40 Kilometern und verläuft von Südwesten nach Nordosten.

Benannt wurde das Rima und der Krater nach dem französischen Physiker Joseph Louis Gay-Lussac (1778-1850).

Das Montes Carpatus erstreckt sich über eine Länge von 333 Kilometer. Benannt sind diese nach den Karpatenauf der Erde. Begrenzt wird die Gebirtgskette im Norden durch das Mare Imbrium und im Südwesten durch den Oceanus Procellarum.

Das Mond-Quincunx für ca. 2 Stunden sichtbar, wenn sich die Tag-und-Nachtgrenze des Mondes am Krater Kopernikus befindet. Um 2.00 Uhr (MEZ) befindet sich die Tiefebene von Kopernikus im Schatten seiner Kraterwände.

Für die Beobachtung ist im Osten freie Horizontsicht erforderlich, da der untergehende Mond nur noch eine Höhe von 7 Grad über dem Horizont hat. Das Schauspiel lässt sich nicht in seinem ganzen Verlauf beobachten. Bereits um 2.55 (MEZ) ist der Mond unter gegangen.

Nördlich von Kopernikus befinden sich sechs Mondgebirgsspitzen. Fünf davon werden von der Sonne beleuchtet und bilden die Anordnung eines Würfel.
Die sechste Gebirgsspitze befindet sich südwestlich dieser Anordnung.
Gemeinsam bilden Sie das Mond-Quincunx.

Das Schaupspiel ist nur bis ca 2.55 Uhr zu bewundern. Danach ist der Mond untergegangen.

Der Wort „Quincunx“ stammt aus dem lateinischen und bedeutet wörtlich übersetzt „die fünf Augen des Würfels“.

Vorbereitung für die Beobachtung

Bereiten Sie sich frühzeitig auf das Ereignis vor.
Wichtig ist, dass Sie für die gesamte Beobachtungszeit freie Horizontsicht haben.

Die Höhe des Mondes können Sie ausreichend genau über meine Ephemeridentabellen ermitteln. Nachfolgend die wichtigsten Informationen:

Datum / UhrzeitAzimutElevation (Höhe)
14.02.2019 - 02.00 Uhr289 Grad7 Grad
14.02.2019 - 3.00 Uhr (Monduntergang)300 Grad0 Grad

Fangen Sie frühzeitig mit der Beobachtung an. Die Zeiten lassen sich nur mit einer Genauigkeit von 10-15 Minuten vorhersagen.

Halten Sie das Ereignis fest: Hilfreich ist eine Tonaufnahme, die Sie während der gesamten Zeit aufnehmen.
So konzentrieren Sie sich auf das Ereignis und können Ihre Eindrücke sprechen.
Vergessen Sie nicht, zu Beginn der Tonaufnahme das aktuelle Datum und die Uhrzeit auf zusprechen. Während der Beobachtung sollten Sie das in regelmäßigen Abständen wiederholen.

Später können Sie Ihre Aufnahmen am PC auswerten und Ihre Beobachtung zu Papier bringen. Für diese Zwecke eignen sich Mondbeobachtungsprotokoll besonders gut. Die Ergebnisse lassen sich so dokumentieren und archivieren. Für alle Interessierten biete ich meine Vorlagen für Beobachtungen zum Download an!

Natürlich können Sie dieses Ereignis zusätzlich zeichnen oder fotografieren.

Mondbeobachtungsprotokoll jetzt herunterladen.

Nachweise

Die Daten wurden mit https://www.calsky.com ermittelt und gelten für einen Beobachtungsort in Deutschland mit 50 Grad nördliche Breite und 10 Grad östliche Breite. 

Die Angegeben Zeiten können auch für andere Orte im deutschsprachigen Raum verwendet werden.

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Kommentare (1)

  • Mondsüchtiger
    vor 22 Stunden
    Moin,

    Bezüglich der Sichtbarkeit des Goldenen Kenkels: müsste es nicht „10 Tage nach Neumond“ heißen, schließlich ist dieses Phänomen nur bei zunehmendem Mond zu erkennen.

    Gruß,
    Mondbert

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