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Die Faszination des Mondes
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Ausdruck vom 22.04.2021
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Der Mond heute am Himmel

Zeit   Donnerstag,den 22. April 2021
16 .Kalenderwoche am 112. Tag des Jahres
Mondphase heute zunehmender Mond
Höhe 54.5° über dem Horizont
Himmelsrichtung Ost-Süd-Ost
Astronomisches Sternbild Mond im Löwe
Astrologisches Sternbild Mondzeichen Jungfrau
Mondalter 10 Tage
Beleuchtungsgrad 75.5 % der Mondoberfläche beleuchtet
Monduntergang heute um 04:42 Uhr
Mondaufgang heute um 14:09 Uhr
Kommende Mondphase Am 27. April 2021 um 05.31 (MESZ) ist Vollmond
(Angabe für 10 Grad östliche Länge / 50 Grad nördliche Breite / Mitteleuropäische Sommerzeit

Der Mond (lat. Luna)

Der Mond ist seit der Entstehung des Sonnensystems unser ständiger Begleiter und hat Einfluss auf das Leben. In vielen Kulturen wird dem Mond eine geheimnisvolle Wirkung zugeschrieben.

Seine Anziehungskraft sorgt für die Bewegung unserer Ozeane und bewirkt die Gezeitenkräfte Ebbe und Flut.
Das sind einige Gründe, warum unser Mond eine so faszinierende Wirkung auf uns hat.

„Steckbrief“ unseres Erdtrabanten

Mit einem Durchmesser von 3.476 Kilometer ist der Mond 4 Mal kleiner als unsere Erde und hat gerade mal 1/82 der Erdmasse.
Der Abstand zwischen Mond und Erde beträgt im Durchschnitt 384.400 Kilometer und entspricht im Durchmesser 60 Erdradien.
Durch Energieverlust entfernt sich der Mond jedes Jahr um ca. 3,8 cm von der Erde. Diese genaue Angabe haben wir dem  „Lunar Laser Ranging“ zu verdanken. Grund ist die Umwandlung von Energie des Drehimpulses der Erde in den Bahndrehimpuls des Mondes.
Diese Wechselwirkung zwischen Mond und Erde bleibt auch für unseren blauen Planeten nicht unbemerkt. In 100 Jahren wird die Drehung der Erde um ihre eigene Achse um 0,0016 Sekunden / Tag langsamer.

Die Umlaufbahn des Mondes ist nur nahezu kreisförmig,  sie geringfügig elliptisch. Diese elliptische Form weicht von der kreisförmigen Form in eine Richtung im Durchmesser um 5,55 % ab. Diese Abweichung wird in der Astronomie als Exzentrizität bezeichnet.  Aufgrund dieser Abweichung ist der Mond auf seiner Umlaufbahn mal näher und mal weiter von der Erde entfernt.
Im sogenannten Perigäum, der kürzesten Entfernung des Mondes zur Erde, beträgt diese gerade mal 363.300 Kilometer. Am erdfernsten Punkt, dem sogenannten Apogäum, ist die Entfernung zwischen Mond und Erde 405.500 Kilometer groß.
Trotz der Differenz von 42.200 Kilometer ist der Größenunterschied des Mondes am Himmel kaum wahrnehmbar.

Warum gibt es nicht jeden Monat eine Sonnen- und Mondfinsternis?

Die Umlaufbahn des Mondes ist gegenüber der Erdbahn um 5,14 Grad geneigt. Den Schnittpunkt zwischen der Erd- und der Mondbahn nennt man Knoten. Wird der Knoten zum Zeitpunkt seines Vollmondes durchlaufen, kommt es zu einer Mondfinsternis. Bei einem Knotendurchlauf zum Zeitpunkt des Neumondes lässt sich lokal auf der Erde eine beeindruckende Sonnenfinsternis beobachten. Meist verfehlt jedoch der Mond den Mondknoten und läuft dann unter- oder oberhalb des Mondknotens durch.

Leuchtet der Mond selber?

Schaut man von Erde als Beobachter zum Himmel hoch, ist der Vollmond nach der Sonne der hellste Himmelskörper im Weltall. Tatsächlich leuchtet der Mond nicht selber, sondern reflektiert gerade mal 7% des Sonnenlichtes. Grund dafür ist die dunkle Mondoberfläche und damit der schlechte Reflektionswert.
Die Erde kommt dagegen auf 37%. Vom Mond aus gesehen ist die volle Erde über 100 mal heller.
Hätte der Mond, ähnlich wie der Schnee auf unserer Erde, ein Reflektionsvermögen von 90%, wäre der Himmel auf der Erde auch nachts taghell erleuchtet.

Warum zeigt uns der Mond immer dieselbe Seite?

Unser Erdmond benötigt für eine Umdrehung um seine eigene Achse genau so lange, wie für den Mondlauf von Neumond zu Neumond. Er ist im Bezug auf unsere Erde rotationsgebunden.
Da die Mondbahn geringfügig elliptisch ist, verlangsamt der Mond aufgrund der geringeren Anziehungskraft der Erde in Erdferne geringfügig seine Geschwindigkeit , in Erdnähe ist er schneller unterwegs. Damit sind im Laufe der Zeit tatsächlich 59% der Mondoberfläche sichtbar und beobachtbar. Man spricht hier von der Libration des Mondes. Für Mondbeobachter ist  das eine tolle Gelegenheit , um einen kleinen Blick auf die Mondrückseite zu werfen.

Wie „schnell“ ist der Mond unterwegs?

Auch wenn man den Eindruck gewinnt, dass der Mond als Beobachter von der Erde aus gesehen nur langsam unterwegs ist, trügt dieser. Bereits im feststehenden Teleskop stellt man bei geringer Vergrößerung fest, dass sich der Mond aus dem Blickfeld des Teleskopes bewegt. Immerhin ist er im Weltall mit rasanten 1.022 Kilometern pro Sekunde unterwegs

Was ist der siderische Monat?

Seit seiner Entstehung vor 4.5 Milliarden Jahren umkreist der Mond heute in einem mittleren Abstand von rund 384.400 Kilometern die Erde. Er benötigt dabei für einen Umlauf um unsere Erde im Bezug zu den Fixsternen 27,32 Tagen. Ein solcher Umlauf wird als siderischer (lateinisch sidus ‚Stern‘‚Gestirn’) Monat bezeichnet.


Wie lange benötigt der Mond von Neumond zu Neumond, oder was ist der synodische Monat?

Die Erde bewegt sich im Laufe eines Jahres auf  ihrer Erdumlaufbahn um unseren Zentralstern Sonne. Damit unser Mond wieder dieselbe Position im Bezug zur Sonne einnehmen kann, muss dieser auf seiner Umlaufbahn noch ein Stück weiterwandern.
Von Neumond zu Neumond benötigt der Mond für den synodischen (von altgriechisch synodos ‚Zusammentreffen’) Monat deshalb 29,53 Tage. Der Zeitunterschied zwischen dem siderischen und synodischen Monat beträgt  2,2 Tage.

Die nachfolgende Grafik erläutert sehr schön den Zusammenhang zwischen siderischen und synodischen Monat des Mondes:

Wie ist der Mond entstanden?

Nach den heutigen Erkenntnissen geht man davon aus, dass der Mond vor 4.5 Milliarden Jahren entstanden ist. Unsere Erde war zu diesem Zeitpunkt 50 Millionen Jahre jung und vollständig geschmolzen.

Vermutlich wurde die Erde zu diesem Zeitpunkt von einem großen Impaktor mit der Masse des Mars getroffen und führte zur Entstehung des Mondes.

Einen ausführlichen Beitrag mit einer anschaulichen Animation in HD der NASA zu Entstehung des Mondes finden Sie im Bereich Wissen > Entstehung des Mondes

Der innere Aufbau des Mondes

Es gibt sehr detaillierte Vorstellungen über den Aufbau unseres Mondes. Dabei vermutet man, dass der Mond einen kleinen Eisenkern im Mittelpunkt mit einem Durchmesser von 500 bis 900 Kilometer besitzt.

Die Oberfläche des Mondes, die sogenannte Mondkruste, ist durch die die Meteoritenimpakte stark zerklüftet und bietet für Mondbeobachter eine große Vielfalt an Formationen in Form von Kratern, Mare, Rillen, Gebirge, Krater und weiteren Objekten.

Mondbeobachtung mit dem bloßem Auge, Fernglas und Teleskop

Bereits mit dem bloßem Auge offenbart uns der Mond die größten Strukturen seiner Oberfläche.

Noch besser kommen die ersten Details mit einem Fernglas zur Geltung und sind ein sehr schöner Anblick. Hilfreich ist an dieser Stelle eine kleiner Mondatlas für das Fernglas.

Erst ein richtiges Teleskop zeigt dann feinste Strukturen und Details der Oberfläche. Beim Kauf sollte man darauf achten, das richtige Teleskop für die Mondbeobachtung auszuwählen.

Die Oberfläche des Mondes erkunden und beobachten

Sowohl für Einsteiger als auch  ambitionierte Amateurastronomen ist der Mond ein sehr schönes Beobachtungsobjekt und lässt sich bereits mit dem bloßem Auge und dem Fernglas beobachten.
Bereits ein Fernglas ermöglicht die Beobachtung der Mondmeere und größeren Krater. Für alle diejenigen, die den Mond mit dem Fernglas erkunden möchten, ist mein Kleiner Mondatlas für das Fernglas genau das Richtige!

Welches Teleskop ist gut für die Mondbeobachtung geeignet? Worauf sollte geachten werden, wenn der Mond mit dem Teleskop beobachtet wird? Mein Beitrag Das richtige Teleskop für die Mondbeobachtung gibt Ihnen eine Hilfestellung zu diesem Thema.

Die Wahl des richtigen Beobachtungsplatzes und die Mondbeobachtung sollten gut geplant sein! Die Beobachtungstour auf meiner Internetseite für jede Mondphase hilft bei der Planung und zeigt, welche Mondformationen sich für eine Beobachtung am besten Eignen.

Auf jeden Fall lohnt sich ein Blick in meine interaktiven Mondkarte, die knapp 10.000 Mondformationen mit wissenwerten Details enthält.

Für Mondformationen auf der Vorderseite sind die Besten, kommenden Beobachtungszeiten angegeben. Damit verpasst man auf keinen Fall mehr sein Lieblingsobjekt auf dem Mond, wenn das Wetter mitspielt.
Weiterhin gibt es interessante Details zur Namensgebung mit wertvollen Informationen zu Durchmesser, Ausdehnung und vielem mehr.
Auf einer grafischen Darstellung wird die Lage und Ausdehnung der Mondformation gezeigt. Eine integrierte Volltextsuche erleichtert das Auffinden von Mondformationen.

Sightseeing auf dem Mond - 9. Mondtag

Langsam werden immer mehr Bereiche der dunklen Hälfte unseres Trabanten sichtbar – die Westhälfte des Monds enthält mehr und größere Meere als die Osthälfte. Der Terminator verläuft nun durch das Meer der Kälte und das Regenmeer, weiter südlich durchquert er nun auch das Mare Cognitum, das „bekannte Meer“. Das Highlight des Abends ist der Krater Copernicus. Ihm waren wir bereits gestern begegnet, als er langsam aus dem Schatten erschien. Sie finden ihn südlich des Regenmeeres, an der Grenze zu einer weiteren Lavaebene: Dem Inselmeer Mare Insularum. Der 810 Millionen Jahre alte Krater ist 93 Kilometer groß und hat einen rund viertausend Meter hohen, terrassierten Randwall. Das Zentralmassiv in seinem Zentrum erstreckt sich über ein dreißig Kilometer großes Gebiet, die höchsten Gipfel sind aber nur 1300 Meter hoch. Auch Copernicus liegt im Zentrum eines Strahlennetzes, allerdings hat sich das beim Einschlag herausgeworfene Material nur über einen Radius von 500 Kilometern verstreut – und nicht über 3000 Kilometer wie bei Tycho.

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